BARF-FAQ

Die wichtigsten und häufigsten Fragen rund um die BARF- und Ernährungsberatung kurz erklärt.

Ablauf der BARF- und Ernährungsberatung

Wie ist der Ablauf bei Onlineberatungen?

Sie besuchen meinen Shop und wählen die gewünschte Beratungsleistung aus. Im Verlauf des Bezahlvorgangs werden Sie aufgefordert, 2 Fotos Ihres Tieres hochzuladen. Hier laden Sie bitte ein Foto von oben aufgenommen und eines von der Seite aufgenommen hoch. Sollten Sie hierbei Schwierigkeiten haben, können Sie die Fotos auch per Email an mich schicken. Nach der Bestellung füllen Sie je nach gewählter Leistung entweder den Fragebogen zur Futterplanerstellung oder den Fragebogen Futtercheck aus.

Kann ich eine Beratung für einen kranken Hund online beauftragen?

Selbstverständlich können Sie auch für einen kranken Hund eine Beratung online beauftragen. Da ich in diesem Fall aber zusätzliche Informationen und ggf. aktuelle Befunde des behandelnden Tierarztes oder der behandelnden Tierklinik benötige, wäre es vorteilhaft, wenn Sie sich zunächst mit mir in Verbindung setzen. Anderenfalls werde ich mich bei Ihnen melden – bitte kontrollieren Sie daher auch den Spam-Ordner Ihres Email-Accounts.

Ist eine persönliche Beratung vor Ort möglich?

Wenn Sie in meiner Nähe wohnen und einen persönlichen Termin vereinbaren möchten, schreiben Sie mir einfach eine Email, damit wir einen Termin vereinbaren können.

Wie lange dauert es, bis mein Plan fertig ist?

In der Regel bekommen Sie Ihren fertigen BARF Plan innerhalb von 10 Werktagen nach Zahlungseingang. Dringende Fälle, z.B. bei Krankheit, ziehe ich vor. Sie erhalten den BARF Futterplan und die zugehörigen Informationen als PDF-Datei per Email. Bitte kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Spam-Ordner.

Ich habe Fragen zum Plan. Und nun?

Wenn Sie Fragen zum Plan haben, können Sie mir Ihre Fragen per Email stellen entsprechend des  gewählten Futterplanpakets. Sollte sich im Laufe der Zeit eine Anzahl weiterer Fragen ergeben, die nicht in Ihrem Futterplanpaket enthalten sind, können Sie Email-Beratungspakete auch nachträglich zubuchen.

Kann ich einen BARF Plan überprüfen lassen, der nicht von Barfen mit Plan erstellt wurde?

Ja. Wenn Sie einen BARF Plan selbst erstellt oder von einem Ernährungsberater haben erstellen lassen, können Sie diesen Plan überprüfen lassen. Je nach Wunsch mit oder ohne Änderungen. Möchten Sie keine Änderungen, erhalten Sie lediglich Hinweise, in welchen Bereichen der Plan noch optimiert werden sollte.

Allgemeine Fragen zu BARF

Ist die Umstellung auf BARF schwierig?

Jein. Die Umstellung auf BARF ist an und für sich kein Problem, es gibt allerdings ein paar Punkte, die man beachten sollte. Hunde, die vor der Umstellung auf BARF mit Trockenfutter gefüttert wurden, müssen u. U. etwas anders umgestellt werden als Hunde, die Feuchtfutter gewöhnt sind. Die Zusammensetzung von Trockenfutter und BARF ist derart unterschiedlich, dass der Körper doch etwas mehr Zeit und Anstrengung braucht, um sich dem neuen Futter anzupassen. Wenn Sie komplett neu auf BARF umstellen, helfe ich Ihnen im Rahmen der Ernährungsberatung und Futterplanerstellung selbstverständlich dabei.

Mein Hund ist krank. Kann ich trotzdem BARF füttern?

Viele Tiere profitieren von einer Weiterführung oder Umstellung auf BARF. Je nach Erkrankung muss die Ernährung aber auf das Krankheitsbild angepasst werden. Bei bestimmten Erkrankungen kann es sinnvoll sein, zu kochen statt roh zu füttern. Es ist daher empfehlenswert, sich bei der Rationsgestaltung für kranke Tiere von einem zertifizierten Ernährungsberater unterstützen zu lassen. Ob und wie Ihr kranker Hund gebarft werden kann muss im Einzelfall entschieden werden.

Sind bei BARF Leckerlie erlaubt?

Natürlich sind auch bei BARF Leckerli erlaubt. Wie bei der Fütterung mit Fertigfutter gilt aber auch hier: weniger ist mehr. Oft wird unterschätzt, wie viel die Tiere zwischendurch als Leckerli bekommen. Auch getrocknetes Fleisch, das optisch und haptisch eher unspektakulär wirkt, kann schnell zum „Hüftgold“ werden. Als Richtwert gilt: 100 g getrocknetes Fleisch entsprechen ca. 300 g frischem Fleisch.

Was ist mit Muskelfleisch gemeint?

Muskelfleisch kann von den verschiedensten Tierarten stammen. Sie können Muskelfleisch direkt beim Metzger oder in BARF-Shops kaufen. Viele BARF-Shops vor Ort oder online haben eine große Auswahl verschiedener Sorten wie Rind, Lamm, Gans, Ziege, Pferd, Huhn, Pute, Kaninchen, Ente, Fasan, Hirsch und Reh. Auch exotischere Sorten sind dort zu bekommen wie Elch, Rentier, Strauss, Büffel, Zebra, Kamel, Lama, Känguru, Springbock, Antilope oder Krokodil. Muskelfleisch kann auch unter anderen Bezeichnungen gelistet sein wie Stichfleisch, Kopffleisch, Saumfleisch, Maulfleisch, Schlundfleisch, Peesenfleisch oder Kronfleisch. Zum Muskelfleisch zählen auch Zunge, Geflügelmägen, Zwerchfell und Rinderlefzen.

Ist Knochenfütterung nicht gefährlich?

Knochen gehören als wichtige Mineralstofflieferanten zur BARF-Fütterung dazu. Sie müssen jedoch immer roh verfüttert werden. Gekochte Knochen werden porös, können splittern und den Hund verletzen. Zu harte Knochen können zu Rissen in den Zähnen führen. Große Markknochen bergen die Gefahr, dass der Hund sie sich über den Kiefer stülpt. Sie gehen zwar leicht drüber…aber nicht mehr runter. Ein BARF Plan enthält nur jene Knochen, die ein Hund problemlos fressen kann.

Was bedeutet RFK?

RFK steht für rohe, fleischige Knochen. Sie sind bei der BARF-Fütterung ein wichtiger Bestandteil der Ration, da sie hauptsächlich der Calcium- und Phosphorversorgung dienen. Man unterteilt die Knochen in weiche und harte Knochen. Harte Knochen haben einen höheren Mineralstoffgehalt als weiche Knochen. Die RFK, die typischer Weise bei BARF verwendet werden, sind Hühnerhälse, Hüherkarkassen, Hühnerflügel, Putenhälse, Lammrippen, Kalbsbrustbein, Kalbsrippen, Rinderbrustbein oder Wildrippen. Können RFK nicht gefüttert werden, sollten sie nicht ersatzlos gestrichen, sondern durch passende Alterativen ersetzt werden.

Muss man Innereien füttern?

Innereien sind wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten und damit ein fester Bestandteil der BARF-Fütterung. BARF orientiert sich am Beutetier. Beutetiere haben naturgemäß Innereien, die mitgefressen werden. Innereien liefern vor allem Natrium, Kalium, Eisen, Kupfer, Mangan, Jod, Selen, sowie die Vitamine A, D, K, B2, B12, B5 (Pantothensäure), B3 (Nikotinsäure) sowie B7 (Biotin) und B 9 (Folsäure). Die Konzentration ist viel höher als Muskelfleisch, ist jedoch abhängig davon, um welche Innereien es sich jeweils handelt. Um ein ausgewogenes Verhältnis zu erreichen, müssen also verschiedene Innereien gefüttert werden, wie sie im Beutetier auch vorkommen. Der Gesamtanteil an Innereien sollte bei 15% der Gesamtration liegen. In Ausnahmefällen kann es sinnvoll sein, bestimmte Innereien zu reduzieren oder gar nicht zu füttern, dann müssen die fehlenden Nährstoffe aber anderweitig ersetzt werden.

Kann ich dauerhaft Kräuter füttern?

Grundsätzlich gilt auch für Kräuter, dass sie nicht nur Heilwirkung haben, sondern auch Nebenwirkungen und Kontraindikationen. Bei bestimmten Kräutern wird zudem eine innerliche Anwendung nicht mehr empfohlen. Auch sind nicht alle Kräuter, die für Hunde geeignet sind, für Katzen geeignet. Kräuter können eine wertvolle Unterstützung für die Gesundheit Ihres Vierbeiners sein, allerdings gehört die Auswahl der passenden Kräuter samt Dosierung und Anwendungszeitraum in erfahrene Hände. Im individuellen Einzelfall sollten Kräuter gezielt gegeben werden.

Muss man viele verschiedene Zusätze füttern?

Gibt es einen ausgewogenen Futterplan, ist die Ergänzung mit einem ganzen Sammelsurium an Supplementen nicht notwendig und oftmals sogar eher nachteilig. Bestimmte Nährstoffe können tatsächlich überdosiert werden und viele Nährstoffe beeinflussen sich auch gegenseitig. Das bedeutet beispielsweise, hat man von einem Nährstoff zu viel, kann die Aufnahme eines anderen Nährstoffes gehemmt werden und ein Mangel entstehen. Auch bei bestimmten Erkrankungen kann sich eine unüberlegte und zu gut gemeinte Nährstoffsubstitution nachteilig auswirken.

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