Same procedure as every year – Zecken

Jedes Jahr ab Frühling gehen sie uns wieder auf die Nerven. Die Zecken. „Zecken lieben meinen Hund“ hört man an allen Ecken. Aber warum haben manche Hunde und Katzen viele Zecken, während andere Tiere kaum Zecken haben?

Um das zu erklären muss man zunächst wissen, wie die Zecke tickt. Zecken sitzen in Wartestellung in der Vegetation. Sie haben an ihren Vorbeinen das sog. Haller’sche Organ. Dieses Organ reagiert auf thermische, also temperaturabhängige Reize und auf chemische Reize. Wenn eine Zecke durch Vibration, Lichtveränderung oder Geruchsreize wahr nimmt, dass sich ein möglicher Wirt nähert, wechselt sie von der Wartestellung in die Lauerstellung. Dabei streckt sie die Vorderbeine mit dem Haller’schen Organ aus. Dadurch nimmt sie die Reize noch intensiver wahr. Kommt der Wirt nah genug an der Zecke vorbei, hängt sie sich dran.

Chemische Reize sind für die Zecke vor allem Milchsäure, Buttersäure, Ammoniak und Kohlenstoffdioxid. All diese Stoffe werden in jedem Organismus gebildet, lediglich die Menge ist unterschiedlich und wird u.a. von der aktuellen Stoffwechsellage beeinflusst. Ein Organismus, der durch ein schwaches Immunsystem, ungünstige Fütterung, Medikamente, Krankheiten o.ä. stark belastet ist, produziert mehr der o.g. Stoffe und wird so „attraktiver“ für die Zecken.

Bei Stoffwechselproblemen (Übersäuerung; nicht verwechseln mit Azidose) werden vor allem mehr Milchsäure, Buttersäure und Kohlendioxid produziert, bei einer Überlastung der Leber durch eine eingeschränkte Entgiftungsfunktion mehr Ammoniak. Eine ausgewogene und bedarfsgerechte Fütterung, möglichst wenig Chemie und eine intakte Darmflora sorgen für ein gutes Immunsystem, einen ausgeglichenen Stoffwechsel und ein gesundes Hautmilieu – also Faktoren, die Zecken, aber auch andere Ektoparasiten wie Flöhe, Flöhe und Läuse wenig anziehend finden.

Dennoch sollte man seinen Hund natürlich nach dem Spaziergang absuchen; ein blinder Passagier kann immer mal mitreisen.